Beichte und Versöhnung

Es gehört zu unserem Leben dazu, dass wir Fehler machen, nobody ist perfect! So unangenehm es uns auch sein mag: Wir Menschen laden Schuld auf uns, wir werden schuldig mit Blick auf Gott, mit Blick auf unsere Mitmenschen, auf uns selbst und nicht zuletzt auch mit Blick auf diese Welt. Und, so gerne wir auch alles in der Hand hätten, wir sind längst nicht immer in der Lage, dort, wo wir erkennen, dass wir uns verrannt haben, dass wir etwas falsch gemacht haben, alles selbst wieder gut zu machen.

Manchmal sind die, denen wir weh getan oder Unrecht getan haben, gar nicht mehr erreichbar und wir können auch nie die weiteren Folgen unseres Handelns kontrollieren. In unserem christlichen Glauben zeigt Gott sich in Jesus als der, der Vergebung, Versöhnung und Frieden möglich macht und schenkt. Mit all unseren Begrenzungen dürfen wir uns Gott anvertrauen, durch ihn kann am Ende trotzdem alles wieder gut werden. Er kann auch die krummsten Dinge, die Menschen gedreht haben, zu einem guten Ende führen. Diese erlösende Wahrheit hat Jesus gelebt und dafür ist er gestorben und es ist sein Wille, dass diese Botschaft weitergelebt und –getragen wird.

Deshalb gibt er – so bezeugt die Bibel – seinen Aposteln etwas Wichtiges mit auf den Weg: "Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben ...!" (Joh 20,23) Seit 2000 Jahren bemüht sich die Gemeinschaft der Kirche, diese Vergebung Gottes auf verschiedene Weise sichtbar und hörbar an die Menschen weiterzugeben: durch das Verkünden des Evangeliums, durch die Feier der Taufe, in der Eucharistie, durch Bußgottesdienste, Fürbitten usw. Und Menschen zeigen ebenfalls auf vielfältige Weise, dass sie den Weg des Guten gehen wollen, umkehren wollen, sich auf Gott und seine Liebe einlassen wollen. Wie, wo und mit wem das in St. Franziskus z.B. möglich ist, dazu folgende Infos:

1. Beichte
Kontaktperson: Pater René Aebischer (044 804 25 25)
Pater Titus John  (nach oder vor dem Gottesdienst siehe Plan)
Dr. J. Bommer (nach oder vor dem Gottesdienst, siehe Plan)

Eine ganz besondere Form der Sündenvergebung ist das Sakrament der Buße, bei uns meist verkürzt "Beichte" genannt, weil man dabei seine Schuld nicht nur innerlich bereut, sondern auch mutig beim Namen nennt ("beichtet"). Der Priester, der in der Nachfolge der Apostel steht, darf dann im Sinne Jesu die Lossprechung (Absolution) geben. Sein Vergebungswort ist das menschliche Zeichen für die Vergebung Gottes (ähnlich wie bei der hl. Messe Brot und Wein sichtbares Zeichen für die Gegenwart Jesu sind.) Wer dieses Sakrament aufrichtig empfängt, erhält eine große Kraft für die sinnvolle Gestaltung seines Lebens. Es gibt mehrere Möglichkeiten, das Sakrament der Buße zu empfangen. Manche gehen gerne in einen Beichtstuhl (wegen der größeren Anonymität), andere bevorzugen das Aussprachezimmer eines Priesters. Man muss bei einer Beichte nicht alle Sünden aufzählen oder gar irgendwelche Formeln auswendig aufsagen, wie manche meinen. Nach einer ernsthaften Gewissenserforschung weiß man normalerweise, was wichtig ist und was benannt werden soll. Für jemanden, der dieses Sakrament schon länger nicht empfangen hat, ist es wohl am besten, wenn er mit einem Priester ein Gespräch vereinbart. Der Priester hilft dann gerne weiter.

2. Versöhnungsfeier
Kontaktperson: Ute van Appeldorn

Zweimal im Jahr, in den beiden Fastenzeiten (im Advent und in den 40 Tagen vor Ostern) sind wir als Gemeinschaft eingeladen, vor Gott unser Miteinander in St. Franziskus zu bedenken, wo und wie leben wir in unserem Pfarreialltag die frohe Botschaft von Jesus Christus weiter und wo und wie ist Umkehr erforderlich, müssen wir uns neu wieder auf Jesus Christus hin ausrichten. Wir tun dies in einem ganz besonderen Gottesdienst mit Bild-, Text- und Musikimpulsen mit Raum für Stille und Besinnung, mit Gebet und Gesang, eventuell auch mit Möglichkeit zum Austausch.

3. Versöhnungsweg
Kontaktperson: Nunzia Concialdi Natuzzi

Einmal im Jahr gehen unsere 4. Klässler den sogenannten Versöhnungsweg, nähere Infos siehe Religionsunterricht 4. Klasse).